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Gute Vorträge
- oder: was man beachten könnte -
- Unterhaltete dich während deiner Vorbereitungszeit mit
anderen über dein Thema. So kannst du eigene (!)
Verständnis-Schwierigkeiten erkennen und merkst, an welchen
Stellen bei anderen Erklärungsbedarf besteht und an welchen
nicht. Halte einen Probevortrag.
- Motiviere dein Vortragsthema. Warum ist es interessant, sich damit
auseinanderzusetzen? Wie sieht der Zusammenhang zu den bisher
gehörten Vorträgen aus?
- Der Aufbau deines Vortrags sollte sich an folgenden Fragen
orientieren: Welche Frage/welches Ziel möchte man erreichten?
Warum? Wie (Methode)?
- Gib deinen Folien Überschriften, halte sie
übersichtlich und schreibe sie nicht zu voll. Deine Zuhörer
sollten auf den ersten Blick auf jeder Folie eine grobe Orientierung
erhalten. Dies kann z.B. durch Einrahmen, Unterstreichen oder Wahl
einer anderen Farbe geschehen. Kennzeichne Annahmen,
Voraussetzungen und Resultate auch als solche.
- Vermeide vollständige Sätze auf deinen Folien. Sie
vermindern i.a. die Übersichtlichkeit und führen dazu, dass
du nur deine eigenen Folien vorliest. Gestalte deine Folien
stattdessen in reduzierter, stichwortartigerer Sprache.
- Wähle eine hinreichend grosse Schrift. Achte darauf, dass in
deinem Vortrag dieselbe Notation Verwendung findet wie in den
vorangegangenden Seminar-Vorträgen. Bei Abweichungen solltest du die
Zuhörerschaft darauf hinweisen.
- Gib Beispiele. Illustriere wo möglich mit Graphiken und
Bildern. Beschrifte die Achsen aller Graphiken!
- Betone das Wichtige und verschweige das Unwesentliche;
spinne einen roten Faden durch deinen Vortrag. Scheue dich nicht, zentrale
Punkte mehrmals zu wiederholen und Beweise auszulassen (oder nur die
Beweisideen zu präsentieren). Und: auch wenn du am Ende der
Vorbereitungszeit stolz bist, alles verstanden zu haben, solltest du
deinen Vortrag nicht mit Details überfrachten, sondern auf das
Wesentliche reduzieren. Deine Zuhörer werden es dir danken.
- Überlege, ob es sinnvoll ist, eine Kurzzusammenfassung
in schriftlicher Form zu erstellen oder deine Folien zu kopieren. Bei
einer gemeinsamen Grundlagen, wie z.B. einem Skript oder einem Buch,
ist dies vielleicht weniger wichtig als ohne.
- Sprich zu deiner Zuhöhrerschaft, halte Augenkontakt
und schaue nicht nur auf die Folien. Vermeide es, Formel oder
Gleichungen vorzulesen (lesen können deine Zuhöhrer selber);
erkläre sie stattdessen und beleuchte die Bedeutung der einzelnen
Bestandteile. Benenne Variable mit ihrer Bedeutung, also
z.B. "die rechte Seite der Differentialgleichung" für "f(x)".
- Halte die Zeit ein. Dir fällt es leichter lange
vorzutragen als den anderen lange zuzuhören. Plane für 45 min
und rechne mit Verständnisfragen und Diskussion. Richtwert: pro
Folie etwa 2-4 min, im Schnitt 3 min.
- Zeige (mit dem Zeigestock) an der Projektionsfläche
auf deine Folien. Vermeide es, durch den Projektionslichtstrahl zu laufen.
- Mache Ergebnisse andere durch eine entsprechende Quellenangabe als solche kenntlich. Dies gehört zur guten wissenschaftlichen Praxis und
ist absolut notwendige Voraussetzung beim Erstellen jeglicher Abschlussarbeit.
Quelle: http://page.mi.fu-berlin.de/~huisinga/teaching/guteVortraege.html |
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